Tagesgeld-Rechner: Zinsen pro Tag berechnen

Wie viel bringt dein Tagesgeld wirklich? Berechne deine Zinsen pro Tag und für deine Anlagedauer – brutto und netto nach Abgeltungsteuer.

So rechnen Banken Tagesgeld-Zinsen

Banken verwenden die ACT/360-Methode: Die tatsächlichen Anlagetage (ACT = actual) werden gezählt, das Jahr aber mit 360 Tagen angesetzt. Die Formel: Zins = Betrag × Zinssatz × Tage / 360. Bei 10.000 € zu 2,5 % für 90 Tage sind das 10.000 × 0,025 × 90 / 360 = 62,50 € – also etwa 0,69 € pro Tag.

Brutto ist nicht netto: Die Abgeltungsteuer

Auf Zinsen fallen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf an – zusammen 26,375 % (ggf. plus Kirchensteuer). Von 62,50 € Bruttozins bleiben damit nur rund 46 € netto übrig. Der Rechner zeigt dir beide Werte, damit du ehrlich vergleichen kannst.

Der Freistellungsauftrag: 1.000 € steuerfrei

Jeder Sparer hat einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (2.000 € bei zusammenveranlagten Ehepaaren). Mit einem Freistellungsauftrag bei deiner Bank bleiben Kapitalerträge bis zu dieser Grenze komplett steuerfrei – die Bank zieht dann gar keine Abgeltungsteuer ab. Wähle im Rechner „Keine Steuer abziehen“, wenn dein Freistellungsauftrag die Zinsen abdeckt.

Tagesgeld oder Festgeld?

Tagesgeld ist täglich verfügbar – ideal für den Notgroschen (2–3 Monatsgehälter) und Geld, das du bald brauchen könntest. Festgeld bindet dein Geld für Monate oder Jahre und zahlt dafür meist etwas mehr Zins. Faustregel: Was du sicher länger entbehren kannst, gehört ins Festgeld – der Rest bleibt flexibel auf dem Tagesgeldkonto.

Häufige Fragen zum Tagesgeld

Wie werden Tagesgeld-Zinsen berechnet?

Nach ACT/360: Zins = Betrag × Zinssatz × Tage / 360. Das Jahr wird mit 360 Tagen angesetzt, die echten Anlagetage gezählt.

Wie viel Steuern zahlt man auf Tagesgeld-Zinsen?

25 % Abgeltungsteuer + 5,5 % Soli darauf (26,375 %), ggf. plus Kirchensteuer – erst nach Ausschöpfung eines Freistellungsauftrags.

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Er stellt bis 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr (2.000 € bei Ehepaaren) steuerfrei – du erteilst ihn direkt bei deiner Bank.

Tagesgeld oder Festgeld – was lohnt sich mehr?

Tagesgeld ist flexibel (Notgroschen!), Festgeld zahlt für die Bindung meist etwas mehr. Geld, das du länger nicht brauchst, kann ins Festgeld.

Hinweis: Dieser Rechner liefert vereinfachte Näherungswerte (ACT/360, ohne Freistellungsauftrag, ohne Kirchensteuer) und ersetzt keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.