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Lohnsteuer-Rechner 2026: Was zieht der Staat monatlich ab?

Wie viel Lohnsteuer behält dein Arbeitgeber 2026 ein? Berechne die monatliche Steuer – inkl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer – für deine Steuerklasse und dein Bundesland.

Lohnsteuer vs. Einkommensteuer: Der Unterschied

Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart, sondern die Erhebungsform der Einkommensteuer bei Arbeitnehmern: Dein Arbeitgeber behält sie monatlich vom Bruttolohn ein und führt sie direkt ans Finanzamt ab – zusammen mit Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Endgültig abgerechnet wird erst mit deiner Einkommensteuererklärung: War die einbehaltene Lohnsteuer zu hoch (z. B. wegen hoher Werbungskosten oder Steuerklasse VI), erhältst du die Differenz erstattet; war sie zu niedrig, zahlst du nach.

Wie hoch fällt die Lohnsteuer 2026 aus?

Die Höhe hängt von drei Faktoren ab: Bruttolohn, Steuerklasse und Kirchensteuerpflicht. Vereinfacht rechnet der Staat so: Jahresbrutto minus Werbungskostenpauschbetrag (1.230 €) ergibt das zu versteuernde Einkommen. Darauf wendet er den progressiven Tarif an – bis zum Grundfreibetrag von 12.348 € bleibt alles steuerfrei, darüber steigt der Satz von 14 % bis 42 % (45 % ab 280.000 €). Der Solidaritätszuschlag (5,5 %) kommt nur dazu, wenn deine Lohnsteuer 20.350 €/Jahr übersteigt – das trifft 2026 nur noch Gutverdiener.

Steuerklassen und ihr Einfluss

Die Steuerklasse steuert, welche Freibeträge in der monatlichen Berechnung berücksichtigt werden. Klasse III rechnet wie ein Splitting und ist für Alleinverdiener-Ehen am günstigsten, Klasse V hat den höchsten Abzug, und Klasse VI (Zweitjob) kennt praktisch keine Freibeträge. Verheiratete mit ähnlichem Einkommen fahren mit Klasse IV/IV am genauesten – die endgültige Steuerlast ist bei allen Kombinationen gleich, nur der Zeitpunkt der Zahlung unterscheidet sich.

Kirchensteuer: 8 % oder 9 %?

Die Kirchensteuer beträgt 8 % der Lohnsteuer in Baden-Württemberg und Bayern und 9 % in allen anderen Bundesländern. Sie wird wie die Lohnsteuer monatlich einbehalten und ist als Sonderausgabe in der Steuererklärung voll abziehbar – sie mindert also dein zu versteuerndes Einkommen im Folgejahr.

Häufige Fragen zur Lohnsteuer

Was ist der Unterschied zwischen Lohnsteuer und Einkommensteuer?

Die Lohnsteuer ist die monatliche Vorauszahlung auf die Einkommensteuer: Dein Arbeitgeber behält sie ein und führt sie ans Finanzamt ab. Die Einkommensteuer wird erst mit der Steuererklärung endgültig festgesetzt – zu viel gezahlte Lohnsteuer erhältst du erstattet, zu wenig gezahlte musst du nachzahlen.

Warum ist die Steuerklasse VI so teuer?

In Steuerklasse VI gibt es praktisch keine Freibeträge – die Steuer wird ab dem ersten Euro mit vollem Tarif berechnet. Deshalb fällt der Abzug deutlich höher aus. Zu viel einbehaltene Lohnsteuer holst du dir über die Einkommensteuererklärung zurück.

Ab welchem Gehalt fällt Lohnsteuer an?

Vereinfacht ab dem Moment, in dem das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag von 12.348 € übersteigt. In Steuerklasse I ist das ab ca. 1.132 € Monatsbrutto der Fall.

Muss ich Kirchensteuer zahlen?

Nur wenn du Mitglied einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft bist – also in der Regel nach einer Taufe, solange du nicht ausgetreten bist. Der Austritt erfolgt beim Standesamt oder Amtsgericht deines Wohnorts.

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine vereinfachte Näherung für das Steuerjahr 2026 und ersetzt keine Steuerberatung. Die echte Lohnsteuerberechnung des Arbeitgebers nutzt das ELStAM-Verfahren mit exakten Programmablaufplänen. Alle Angaben ohne Gewähr.